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„Was als Ausgleich begann..."

20.09.2017 • Hamburg

„Ich habe vielleicht keinen ganz klassischen Werdegang hinter mir. Aber ich würde es jederzeit wieder so machen." Eine Hamburger Betreuerin erzählt, wie sie zum Notmütterdienst kam.

"Während meiner Ausbildung arbeitete ich bereits mit Kindern in verschiedenen sozialen Projekten, danach wurde es jedoch der Schreibtischjob. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das müsse so sein. So sei halt der Weg. Ich könne mich nicht beklagen, es sei ein guter Job.

Aber es dauerte nicht lang, bis ich wieder ‚raus’ wollte, mit Menschen arbeiten, anstatt Papiere zu wälzen. Also fing ich nebenher beim Notmütterdienst als Betreuerin an. Der Verein war mir noch aus einem früheren Projekt bekannt. Und ich merkte sofort, dass ich hierfür viel eher gemacht war, als für meinen alten Job. Denn was wirklich im Leben zählt, sind doch die Menschen. Und dass man mag, was man tut.

Meine Bürostunden konnte ich noch etwas runter schrauben. Ich arbeitete also Teilzeit im Büro, Teilzeit als Notmutter. Und die Mischung tat mir zunächst gut. Nach einiger Zeit musste ich mir aber eingestehen, dass der Spagat zwischen beiden Jobs garnicht so einfach war. Also ging ich in mich und entschied, mich auf das zu konzentrieren, was ich am besten kann und will: Menschen helfen und direkt vor Ort sein.

Für Kinder hatte ich schon immer ein Händchen, und ich mag es, die Auswirkungen meiner Arbeit unmittelbar zu sehen - Familien direkt dort zu unterstützen, wo sie Hilfe benötigen. Also habe ich mich ganz auf die Tätigkeit als Betreuerin konzentriert. Was als Ausgleich zu meinem Schreibtisch begann, wurde dann zu meinem Vollzeitjob. Und ich habe es nie bereut.

Seit mittlerweile drei Jahren arbeite ich bereits u.a. für den Notmütterdienst, und als Kinderbetreuerin habe ich so vielen verschiedenen Familien geholfen - da wird es nie langweilig. Die positiven Rückmeldungen zeigen mir, dass meine Wahl richtig war. Und letzten Endes ist das Leben doch viel zu kurz, um etwas zu machen, das man nicht liebt, oder?“