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Zwischen Berufstätigkeit und dem Mama-Leben: "Das Gleichgewicht zu finden ist für mich ein fortlaufender Prozess"

21.03.2019 • Hamburg

Sarah ist Yogalehrerin, psychologische Beraterin und Mutter aus Hamburg. In unserem Interview spricht sie darüber, wie es ihr gelingt, Familie und Beruf zu vereinen, und welche Rolle für sie das Thema Achtsamkeit und das Wissen um Entlastung spielen.

 

Sarah, du bist Mutter und berufstätig. Wie gelingt dir der Spagat?

"Ich bin selbstständig und arbeite als psychologische Beraterin und Yogalehrerin. Somit habe ich keine festen Arbeitszeiten. Ich schätze diese Flexibilität sehr, denn mir ist es wichtig, viel Zeit mit meiner Tochter zu verbringen. Auf der anderen Seite kann es auch sehr herausfordernd sein, denn es gibt keinen wirklich Arbeitstag-Beginn und kein Ende, und manchmal fällt es mir schwer, abzuschalten und nicht an die Arbeit zu denken, wenn ich mit unserer Kleinen zusammen bin. Mir hilft es, meinen Alltag nicht als Spagat zwischen Beruf und dem Mamaleben zu sehen, sondern ein Mindset zu entwickeln, in das ich diese Bereiche integriere, mir ganz klare Ziele für den Tag setze und diese dann abarbeite, damit ich dann die Zeit mit unserer Kleinen wirklich genießen kann und ganz präsent bin."

 

Fällt es dir leicht, beidem gerecht zu werden?

"Unsere Tochter ist jetzt zwei Jahre alt. Das Gleichgewicht zwischen Berufstätigkeit und dem Mama-Leben zu finden ist für mich ein fortlaufender Prozess und auch immer wieder eine Herausforderung. Dazu kommt ja auch noch das Eheleben, der Wunsch mich um mich selber zu kümmern und auch Zeit mit Freunden zu verbringen. Ich finde es ganz wichtig, offen damit umzugehen, wenn es einem mal nicht so leicht fällt oder man sich vielleicht auch überfordert fühlt. Das ist total legitim und ganz natürlich, besonders im modernen Städte-Leben."

 

Was würdest du anderen Müttern und Vätern raten, um die Balance zwischen Arbeit und Familienleben beizubehalten bzw. überhaupt erstmal zu erlangen?

"Eins der wichtigsten Dinge, die ich in den letzten zwei Jahren, seit der Geburt unserer Tochter gelernt habe, ist bei Bedarf nach Unterstützung zu fragen. Wenn ich (oder auch mein Mann) mal mehr bei der Arbeit zu tun habe oder merke, dass ich etwas Zeit für mich brauche, bitte ich meine Familie oder Freunde um Unterstützung. Wir haben eine tolle Familie und Freunde, die immer für uns da sind.

Aus eigener Erfahrung heraus weiß ich wie wichtig diese Unterstützung im Familienleben ist, und deswegen schätze ich auch eure Arbeit im Notmütterdienst so sehr. Denn nicht jede Familie findet eine solche Unterstützung im nahen Umfeld. Ich kann Müttern und Vätern wirklich sehr raten, die Selbstfürsorge nicht zu vernachlässigen und sich regelmäßig Zeit zu nehmen, sich um sich und das eigene Wohl zu kümmern. Dies ist unheimlich wichtig - für die Eltern, aber auch für die Kinder. Nur so können wir geduldig und reflektiert agieren als Eltern. Außerdem funktionieren wir als Vorbild für die Kleinen, und wenn wir uns um uns selber kümmern, bringen wir unseren Kindern automatisch auch diese Selbstfürsorge bei."

 

Welche Rolle spielt Yoga hier für dich?

"Yoga und auch die psychologische Arbeit sind für mich ein essentieller Teil meiner Selbstfürsorge. Ich selber gehe regelmäßig zum Mental Coaching und versuche auch meine Yoga und Entspannungspraxis regelmäßig in meinen Alltag zu integrieren. Diese hat sich stark verändert seit der Geburt unserer Tochter. Früher habe ich im Schnitt fünf Mal die Woche 1,5 Stunden Yoga praktiziert, heute sind es im Schnitt circa drei Mal die Woche 40 Minuten. Ich finde es immer wichtig zu gucken, was in dem jeweiligen Lebensabschnitt möglich ist, aber auch sich wirklich die Mühe zu machen, Zeit für sich zu finden und sich diese zu nehmen. Eine große Unterstützung in meiner Selbstfürsorge-Praxis sind ätherische Öle. Sie helfen mir, sehr schnell zu mir zu kommen und mich zu entspannen."

Über Sarah: Sarah ist psychologische Beraterin, Yogalehrerin und Ernährungs-Coach. Sie bietet ihre Arbeit in ihrer Praxis in Hamburg, so wie auch online in Form von Einzelsitzungen und Workshops an. Ihre größte Motivation ist es Menschen darin zu unterstützen, in ihre eigene Kraft zu kommen und Verantwortung für sich selber, das eigene Wohlbefinden und die eigene Gesundheit zu übernehmen. Sarah arbeitet immer ganzheitlich und betrachtet jede Person als ein Individuum mit den ganz persönlichen Herausforderungen und Bedürfnissen. Mehr Infos über Sarahs Arbeit, anstehenden Workshops, so wie Inspiration findet ihr hier: www.beingmebysarah.com oder auf Instagram @being_me_by_sarah .

Foto (c) Sarah Oliveira