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„Ich hab den besten Job der Welt“ - Hamburger Betreuerinnen plaudern aus dem Nähkästchen

23.05.2017 • Hamburg

Wenn wir unsere BetreuerInnen sehen, sind das immer Treffen voller Herzenswärme. Ganz gleich, ob es beim Adventstreffen in der Weihnachtszeit ist, oder sie zwischendurch bei uns im Büro vorbeischauen. Da wird gelacht, Tee geschlürft und die ein oder andere niedliche Geschichte geteilt. Natürlich ist auch bei ihnen der Arbeitsalltag nicht immer rosig, und jede/r hatte schon schwierige Tage, stets mit neuen Herausforderungen. Aber wenn man sich dann sieht und fragt, wie es so läuft, scheint das vergessen. Da wird geplaudert, gelacht und weit ausgeholt um den persönlichen Geschichten genügend Raum zu bieten. Dann haben wir mal nachgehakt: Was macht den Job für euch eigentlich so besonders? Das haben sie uns in verschiedenen Gesprächen erzählt:

„Ich wurde letzte Woche mit einer völlig verschmierten Schokoschnute und einem breiten Lächeln von einem der Kinder begrüßt. Der Kleine hatte Geburtstag, hat gefühlt sein gesamtes Gesicht im Schokokuchen gewälzt und bot mir dann ein Stück aus der ebenfalls mit Schokolade überzogenen Hand an. Wie könnte ich bei diesem Arbeitsalltag nicht dauerlächeln?!“

„Warum ich meinen Job liebe? Ich helfe jeden Tag Menschen, die diese Hilfe ganz akut benötigen. Das gibt mir auf jeden Fall das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Wenn ich dann dabei zusehen kann, wie sich eine Familie mit meiner Hilfe wieder entspannt, es den Kindern gut geht und sich eine Mutter beispielsweise über die Entlastung freut, dann weiß ich, dass ich mich genau für den richtigen Job entschieden hab. Mehr noch. Dann weiß ich: Ich hab den besten Job der Welt.“

„Wenn ich abends nach Hause komme, bin ich manchmal wirklich durch. Der Tag war lang, die drei Kinder, die ich gerade betreue, haben mich richtig auf Trapp gehalten, und im Haushalt fiel super viel an. Aber ich komme glücklich nach Hause. Die Arbeit hat dann so viel Freude gebracht, die Kids hatten Spaß, ihre Mutter konnte sich schonen - und ich finde noch etwas Kinder-Schminke in meinem Gesicht. Dann sitz ich müde auf dem Sofa und muss lächeln. Weil der Tag gut war. Und ich weiß, dass er nicht nur für mich gut war.“

„Menschen sind unterschiedlich, und man muss sich natürlich Mühe dabei geben, sie kennenzulernen und zu verstehen. Aber wenn man sich die Mühe macht, bekommt man meiner Meinung nach immer auch etwas dafür zurück. Eine andere Perspektive auf die Welt, einen anderen Ausgangspunkt als den eigenen. Mit diesem Job helfe ich nicht nur anderen, sondern merke, wie ich mich mit jedem Auftrag, mit jeder Familie verändere und weiter entwickelt. Das macht mich glücklich. Auch wenn nicht jeder Tag einfach ist.“

„Kein Job ist immer bunt. Und wenn man mit Menschen arbeitet, muss man nicht nur die eigenen schlechten Tage ertragen, sondern auch die grauen Tage derjenigen, mit denen man sich umgibt. Aber was zählt, ist das Gefühl, mit dem ich nach Hause komme. Und das Gefühl sagt mir jeden Tag, dass ich etwas Wertvolles tue, dass ich meine Zeit nicht verschwende und dass ich darüber sehr froh bin.“

„Natürlich liebe ich diesen Job. Wie könnte man es auch nicht lieben, sich jeden Tag mit Menschen zu umgeben und ihnen direkt dort zu helfen, wo sie die Hilfe benötigen. Außerdem liebe ich es, selbst zu entscheiden, wie ich arbeiten möchte. Diese Flexibilität habe ich beim Notmütterdienst, und dafür bin ich dankbar.“

„Ich mag meinen Job besonders dann, wenn ich Familien über einen längeren Zeitraum begleiten darf. Denn dann kann ich Zeuge ihrer Entwicklung sein und am Besten sehen, wie meine Arbeit Früchte trägt. Ich habe lange Zeit in einem Büro gehockt (ja, auch diese Jobs gibt es im sozialen Sektor zu Genüge) - alles, was ich gesehen habe, waren Zahlen und Einschätzungen auf Papier. Direkt in den Familien, bei den Kindern oder Senioren zu sein, ist etwas völlig anderes. Hier merke ich erst richtig, wie ich selbst guten Einfluss auf die Wellt, wenn auch im Kleinen, haben kann. Ich weiß, dass meine Arbeit hilft, und das hilft mir.“

„Kurz und knapp: Ich mag Abwechslung Und abwechslungsreicher kann ein Tag garnicht sein.“

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