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Stabilität trotz psychischer Erkrankung - so bleibt das Umfeld der Kinder beständig, wenn Mama genesen muss.

01.08.2017 • Hamburg

„‚Mami, warum bist du denn so traurig?‘ Diesen Satz wollte ich sicher niemals von meiner Tochter hören. Und doch war es so weit. Sie sah mich voller Unverständnis an, und ich wusste: so geht es nicht weiter.“ Ein Bericht aus Hamburg.

Geschichten wie diese hören wir immer wieder. Wir wissen, wir schwer es oftmals fällt, mit der eigenen psychischen Krankheit umzugehen. Besonders als Elternteil türmen sich in einer derartigen Situation die Sorgen um sich und die Familie. Man will schließlich nicht, dass aufgrund der eigenen psychischen Verfassung die Welt der Kinder aus den Fugen oder auch nur ins Ungleichgewicht gerät. Aber lügen geht auch nicht, und besonders als Mutter weiß man: Schwindel erkennen die eigenen Kinder ohnehin meist.

Das Eingeständnis ist der erste Schritt zur Genesung

Das eigene Eingeständnis ist die erste Hürde. Wir erleben immer wieder, welchen Kampf Mütter und Väter mit sich führen, bevor sie sich eine psychische Erkrankung überhaupt erst eingestehen. Weichen die Zahlen hier auch voneinander ab, ist klar: 1/4 bis 1/3 aller Deutschen leiden im Laufe der Zeit unter psychischen Erkrankungen. Keine Seltenheit also, und nichts, das man geheim halten müsste. Eine psychische Erkrankung ist kein Zeichen von Versagen, sondern schlichtweg eine Erkrankung, die behandelt werden sollte. Und hierfür ist es wichtig, die Lage zunächst realistisch einzuschätzen, um dann entsprechend Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der eigene Arzt kann einem bereits mit gutem Rat zur Seite stehen und Therapiemöglichkeiten erläutern. Dann geht es darum, Entlastung für Zuhause zu finden.

Ehrlich sein ohne zu überfordern

Eine Klientin erzählte uns kürzlich von ihren Ängsten. Sie hatte Angst, ihre eigene Unzulänglichkeit könne sich auf ihre Töchter übertragen. „Mit meiner psychischen Erkrankung möchte ich auf keinen Fall meine Kinder belasten.“ Sie beobachtete, wie ihre Töchter zunehmend unsicherer wurden und auf die Launen der Mutter zu achten schienen. „Ich wollte auch nicht, dass sie stets an mich als die traurige Mutter denken, oder Rücksicht auf mich nehmen. Aber wie sollte ich erklären, dass es Mami nicht so gut geht?“ Mit einer derartigen Situation umzugehen, ist nicht leicht. Doch auch in schwierigen Situationen ist ein ehrlicher Umgang miteinander wichtig. Natürlich verstehen Kinder die genaue Lage eines Elternteils mit psychischer Erkrankung nicht. Aber dass es Mama oder Papa nicht gut geht, merken auch die Kleinen. Deshalb ist es ratsam, so aufrichtig wie nötig zu sein, ohne die eigenen Kinder zu überfordern. „Momentan ist hier zuhause einfach so viel zu tun, dass jetzt eine nette Frau kommt, die uns dabei unterstützt“ reicht den Kindern vielleicht zunächst schon als Erklärung.

Hauswirtschaftliche Unterstützung hilft euch und eurer Familie, das gewohnte Umfeld wieder zu stabilisieren

Gerade mit Kindern im Haus ist es wichtig, sich Hilfe zu holen, wenn sie benötigt wird. Denn wer beispielsweise unter Depressionen leidet und sich von Familie und Haushalt überfordert fühlt, überträgt dieses Unwohlsein unweigerlich auch auf die Umgebung. Das ist ganz normal. Aber hier kann man sich Abhilfe schaffen. Beispielsweise durch temporäre Hilfe durch den Notmütterdienst.