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Unsere Betreuerin Silke im Portrait. „...was gibt es Sinnvolleres“

08.05.2019 • Hamburg

Um jeder Familie in ihrer besonderen Situation optimal helfen zu können, arbeiten wir mit zahlreichen unterschiedlichen Betreuer*innen zusammen. Was sie gemeinsam haben ist ihre Kompetenz, ihre Empathie und Herzlichkeit. Jede von ihnen ist einzigartig und stellt sich flexibel auf die jeweilige Familie ein. In den kommenden Wochen möchten wir euch ein paar von ihnen persönlich vorstellen.

Wir haben sie gefragt, was sie ausmacht und wie sie die Arbeit für den Notmütterdienst empfinden. Heute im Interview: Silke. Lest selbst. :)

 

Hey Silke, danke für deine Zeit. Erzähl uns doch, wer du bist und was dich ausmacht.

"Ich bin Silke, glücklich und wieder frisch verheiratet (seit Juni vergangenen Jahres), Mutter von drei inzwischen erwachsenen Kindern, bald Oma.

Ich bin von Natur aus ein fröhlicher, positiver Mensch, ehrlich und direkt (was nicht überall gut ankommt, aber das ist auch nicht wichtig) und habe, nachdem ich mal drei Jahre lang in einem Job gesteckt habe, der mir nicht gut tat und mir nicht entsprach, gelernt, achtsam mit mir umzugehen und meine Grenzen der Belastbarkeit rechtzeitig zu erkennen. Das klappt gut.

Mein Motto: Stimmigkeit. Wenn etwas nicht stimmig ist, ist es nicht gesund und muss geändert werden. Wenn das nicht möglich ist, muss man es lassen.“

 

Wieso hast du dich für den Notmütterdienst entschieden?

„Für den NMD (Notmütterdienst) habe ich mich entschieden, weil ich

- etwas Sinnvolles machen wollte, und was gibt es Sinnvolleres als junge Familien zu unterstützen?

- unwahrscheinlich gern mit Kindern zusammen bin, mit ihnen singe und spiele, mir ihre Geschichten anhöre oder auch gern mal, wenn gewünscht, aus meiner Kindheit ohne Internet, Handy etc. erzähle

- gern helfe und unterstütze, ohne ein Helfersyndrom zu haben. Es muss auch mir mit meiner Arbeit gutgehen, und das tut es total.

- selbst entscheiden kann, welche Einsätze zu mir passen“

 

 Was gefällt dir an deiner Arbeit am Besten?

„Dass ich etwas wirklich Sinnvolles tun kann, bei dem es mir selbst gut geht. Außerdem fühle ich mich sehr gut betreut von den Einsatzmanagerinnen. Hier sind alle klasse zueinander.“

 

Wie sieht deine tägliche Arbeit aus?

„Meine Arbeitstage sind ganz unterschiedlich. Ich packe dort an, wo es notwendig ist. Mal überwiegt die Kinderbetreuung, mal der Haushalt.“

 

Eine Geschichte aus deinem Arbeitsalltag?

„Nur eine? ;) Als ich im vergangenen Jahr längere Zeit in einer Familie war und den Eltern ankündigte, dass ich 'nächste Woche Freitag nicht komme, weil ich meinen 60. Geburtstag habe', antwortete der Junge (5): "Silke, das ist gar kein Problem. Wenn Du nicht zu uns kommen kannst, kommen wir eben zu Dir". Gesagt, getan, er kam mit seinem Papa zu meiner Geburtstagsfeier; und dann im Sommer zu unserer Hochzeitsfeier. Die Freude war riesig!“

 

Wie empfindest du die Arbeit mit den Familien?

„Die Arbeit mit den Familien empfinde ich als sehr stimmig, weil die Unterstützung direkt und persönlich von Mensch zu Mensch ankommt; dort, wo sie gebraucht wird.

Ich habe dazu, denke ich, die richtige Einstellung:

Beim Telefonat vor dem ersten Termin stell ich mich kurz vor und sage, dass ich mich auf den Einsatz freue – stimmt ja auch.

Natürlich komme ich nicht als Gast. Die Familien haben mich ja nicht eingeladen, um gemütlich zu klönen oder weil sie ein zusätzliches Familienmitglied suchen, sondern ich bin dort, um zu unterstützen, weil gerade vielleicht nicht alles nach Plan läuft. Es kommt natürlich vor, dass mal jemand sehr angespannt ist. Das ist vollkommen ok - ich weiß ja, dass es nicht an mir liegt, sondern an der Situation. Also ganz entspannt bleiben. :-)

Beim ersten Treffen versuche ich, zu schauen, wo für die Familie eine Grenze ist, indem ich z.B. mit den Familien bespreche, dass ich niemals von allein an die Schränke gehe und sie mir sagen möchten, ob ich z.B. die gewaschene Wäsche in die Schränke einsortieren soll oder ob sie es selbst tun möchten. Dann wird besprochen, was am dringendsten ist, was nicht sooo dringend ist und was warten kann.

Außerdem biete ich den Familien das DU an für die Zeit des Einsatzes, weil das meiner Erfahrung nach auch für die Kinder entspannter ist.“

 

Dein Wunsch für die Zukunft?

„Für die Zukunft wünsche ich mir, dass alles so bleibt, wie es ist, wir allerdings noch mehr Kolleg*innen bekommen, den Notmütterdienst noch bekannter machen können und die Kostenübernahme der entsprechenden Krankenkassen eine Selbstverständlichkeit ist/ bleibt/ wird.“

 

Silke ist seit 2,5 Jahren für den Notmütterdienst tätig und hat bereits die verschiedensten Familien unterstützt. Vielen Dank für deine Zeit und die wundervolle Arbeit, die du leistest!