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„Immer auf Augenhöhe“

Seit April 2026 bereichert Joy unser Team als Einsatzmanagerin. Vorher hat unsere neue Kollegin selbst als Alltagshelferin gearbeitet.

Als wir an dieser Stelle Lietta Schröder nach ihrer wichtigsten Eigenschaft für ihren Job als Einsatzmanagerin befragten, da antwortete unsere Kollegin: „Für alle immer ein offenes Ohr zu haben.“ Seit April ergänzt ihre Tochter Joy Schröder das Team im Notmütterdienst – und spricht ganz ähnlich über die neue berufliche Aufgabe: „Für viele Menschen, die bei uns anrufen, ist das eine Notsituation. Oft sprechen wir dann erstmal eine halbe Stunde. Dafür nehme ich mir auch Zeit. Für mich gehört das einfach dazu, ein offenes Ohr zu haben.“

Soziale Tätigkeiten haben Joy schon immer interessiert. Direkt nach dem Abitur begann die gebürtige Hessin als Betreuungsmitarbeiterin in einem Wohnheim für behinderte Menschen. Eine Tätigkeit zwischen Pädagogik und Pflege. Seit 2026 unterstützt sie nun von Frankfurt aus das Einsatzmanagement Darmstadt und kümmert sich außerdem um die Rundum-Betreuung. Vorher war Joy Schröder selbst viele Jahre lang als freie Alltagshelferin für den Notmütterdienst e.V. im Einsatz. Eine Tätigkeit, die sie nicht missen möchte. Deshalb geht unsere neue Kollegin an ihrem freien Tag weiterhin als Betreuerin und Haushaltshilfe dorthin, wo Hilfe gebraucht wird.

Doch auch ihre neue Tätigkeit gefällt der 28-Jährigen sehr. „Wenn ich eine Mutter am Telefon habe, die verzweifelt ist, der ich dann Hoffnung spenden kann – das ist eine sehr dankbare Aufgabe,“ sagt Joy Schröder. Die Stelle teilt sie sich mit ihrer Mutter, beide wechseln sich auch im Büro und am Telefon ab. Nicht nur das: Auch um zwei Hunde kümmern sich Lietta und Joy Schröder gemeinsam. Daneben ist unsere Kollegin sehr sportlich, hat früher Zirkusartistik praktiziert.

Worauf sie sich jetzt schon freut? „Den Stadtlauf in diesem Jahr! Da werden wir als Frankfurter Geschäftsstelle wieder teilnehmen. Und natürlich das Weihnachtsessen der Alltagshelferinnen in Rödermark. Das hat meine Mutter etabliert, inzwischen ist es schon eine kleine Tradition geworden.“

Joy kennt die besondere Arbeit des NMD von beiden Seiten, als Betreuerin und jetzt auch als Einsatzmanagerin. „Egal, mit wem, ich versuche, immer auf Augenhöhe zu sein.“ Aktuell kommen viele Hilfsanfragen an. Deshalb ist Joy Schröder dankbar für Menschen, die Lust haben, Familien, Alleinerziehenden, älteren Menschen im Alltag zur Seite zu stehen. Neuen Betreuungskräften möchte sie vor allem die Angst vor dieser Tätigkeit nehmen.

Wann sollte man sich melden? „Wenn man gerne mit Menschen arbeitet. Wenn das gegeben ist, dann ist das ist eine unheimlich belohnende Arbeit.“ Die Bereitschaft, im Haushalt mit anzupacken, ist für unsere Einsatzmanagerin ebenfalls wichtig. Als Alltagshelferin für den Notmütterdienst ist Allround-Talent gefragt. Wie die Bereitschaft, sich auf ganz unterschiedliche Menschen und Situationen einstellen zu können.

Ansonsten möchte Joy noch mit einem Vorurteil aufräumen. Wenn sie einen männlichen Alltagshelfer vermitteln möchte, kommen noch immer skeptische Rückfragen: „Wie, ein Mann, kann der das denn überhaupt?“ Das kann unsere Kollegin nur bejahen: „Neulich habe ich eine männlichen Alltagshelfer vermittelt, mit dem unsere Familien sehr zufrieden sind. Natürlich fragen wir im Vorfeld, ob die von uns empfohlenen Betreuungskräfte oder Haushaltshilfen erwünscht sind. Aber vielleicht lässt man sich positiv überraschen. Eine gewisse Offenheit kann ich sehr empfehlen.“

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