Servus, München!
Juli 22, 2026
Im Februar eröffnete der Notmütterdienst e.V. sein erstes Büro in München. Unser Büroleiter Johannes Reinders erzählt, was er in der Stadt vorhat.
Seit diesem Jahr können sich Familien mit Kindern, Seniorinnen und Senioren sowie akut oder chronisch erkrankte Menschen auch in München vertrauensvoll an den Notmütterdienst wenden. Am 01. Februar eröffnete Johannes Reinders das NMD-Büro in der bayerischen Landeshauptstadt. Mitten in der Innenstadt, nur einen kurzen Fußweg vom Hauptbahnhof entfernt.
Damit hat der Verein seine erste Zweigstelle in Bayern, und nach Hamburg und Berlin eine weitere in einer bundesdeutschen Millionenstadt. Das passt gut, weiß Reinders: Der Bedarf an Kinder- und Seniorenbetreuung ist hier wie in vielen Metropolen besonders groß. „Wie andere Großstädte haben wir in München ein riesiges Betreuungsdefizit. Die Einrichtungen können das nicht auffangen.“ Der NMD hilft, Betreuungslücken zu schließen. Gerade dann, wenn andere ausfallen.
Ersatzomas und Alltagshelfer*innen
Um den riesigen Bedarf zu decken, ist der Wahlmünchner weiterhin auf der Suche nach Unterstützung. Dafür schaut er sich online und vor Ort um. Auch ältere Betreuungskräfte seien sehr gefragt, verrät Reinders: „Nach einer „Ersatzoma“ wurde ich schon öfter angefragt. Das wünschen sich Familien. Jemand, der vorbeikommt, nach den Kindern schaut, gemeinsame Aktionen plant.“ Deshalb besucht er zum Beispiel den Seniorentanztee in München – „nicht nur, um das Betreuungsangebot bekannter zu machen, sondern auch, um Alltagshelfer*innen zu finden.“
Wer ist denn aktuell schon zum Beispiel für den NMD München im Einsatz? „Querbeet!“, sagt Johannes Reinders. „Für uns sind alle tätig – sogar eine Polizistin, die neben ihrem Hauptberuf ein paar Stunden die Woche als Alltagshelferin für den Notmütterdienst arbeitet. Sie möchte sich noch mehr für die Gemeinschaft engagieren.“
Wahlmünchner aus Überzeugung
An München schätzt unser Büroleiter, dass die Stadt zugleich sehr traditionell und sehr international ist. Johannes Reinders selbst wohnt seit 25 Jahren in München. Hergezogen ist er aus dem Rheinland. Einen sozialen Hintergrund hatte er immer schon, die ehrenamtliche Arbeit ist ihm wichtig. Wenn er einmal frei hat, dann unternimmt Johannes Reinders Radtouren ins Münchner Umland. Die Randbezirke kennt er ebenfalls gut, auch die muss er für den Notmütterdienst e.V. im Blick haben.
„Ansonsten bin ich der Kultur hier sehr verhaftet, bin ein Theatergänger, politisch engagiert und reise privat auch schon sehr viel.“ In der Tourismusbranche hat Reinders Leuten ermöglicht, in die Ferne zu reisen. Jetzt bleibt er öfter in der Nähe und kümmert sich mit Leib und Seele dem Zusammenhalt in der eigenen Stadt. Für die nächste Zeit möchte er noch mehr Menschen zusammenbringen – solche, die sich nebenberuflich für andere einsetzen möchten, und die, die genau solche Hilfe benötigen.
Wer Familien und Senior*innen in München unterstützen möchte, kann sich direkt an Johannes Reinders werden. Oder sich unverbindlich registrieren Alltagshelfer:in beim NMD – soziale Nebentätigkeit mit Sinn



