Von Frauen, für Frauen
November 2, 2026
Aus OPORA wird OPORA PLUS: Das bewährte Angebot unterstützt Frauen in Berlin ab sofort auf Ukrainisch, Arabisch und Farsi.
Seit über vier Jahren bietet OPORA unkomplizierte Hilfe für ukrainische Frauen und Familien in Berlin. Was als kurzfristige Unterstützung für Geflohene nach dem russischen Überfall auf die Ukraine begann, hat sich inzwischen zu einem festen Angebot des Notmütterdienst Familien- und Seniorenhilfe e.V. Berlin etabliert.
Die Idee, Ukrainerinnen und ihren Kindern praktische Unterstützung in ihrem neuen Alltag zu bieten und dabei zugleich anderen Frauen flexible Verdienstmöglichkeiten zu eröffnen, erhielt bald großen Zuspruch. Die Erfahrung aus dem Projekt soll ab sofort weiteren Frauen zugutekommen. Neben Ukrainisch werden alle Leistungen ab sofort auch auf Arabisch und Farsi angeboten.
Sprachen seien Brückenbauer, sagt Sofie Damian, die selbst in Georgien geboren ist und aus eigener Erfahrung weiß, worauf es bei Integrationsangeboten ankommt. Mit OPORA PLUS wird das bewährte Angebot des Vereins erweitert: Die Alltagsbetreuung läuft wie gewohnt weiter, wird aber noch umfassender betrachtet. Als niedrigschwellige Familienhilfe hilft OPORA PLUS Frauen und ihren Familien über die Kinderbetreuung hinaus. „Wir begleiten zum Beispiel bei Behördengängen und beraten bei Problemen, die sich hier ergeben können,“ so Damian. „Durch unsere langjährige Erfahrung beim Notmütterdienst e.V. können wir in vielen Situationen die richtige Lösung bieten.“ Dank einer großzügigen Unterstützung durch die Deutsche Fernsehlotterie kann das Projekt nach mehrmonatiger Vorbereitungsphase im November in die Praxis umgesetzt werden.
Brücken bauen, Integration erleichtern
Das Angebot richtet sich an Frauen, die Hilfe suchen – und an Frauen, die andere in ihrer Muttersprache unterstützen möchten. Von Frauen, für Frauen, so funktioniert nach OPORA nun auch OPORA PLUS. Die Abholung in einer Muttersprache, die ein Großteil geflüchteter Frauen in Berlin spricht, macht dieses Angebot so besonders. Über Peer-Begleiterinnen werden Arbeitserfahrungen ganz praxisnah weitergegeben. „Aus den Communities kommen, in die Familien gehen – und dabei helfen, hier anzukommen. Das zeichnet unser Hilfsangebot aus,“ so Damian. Ein Alleinstellungsmerkmal, das OPORA PLUS in dieser Form einzigartig macht in der Hauptstadt
Dabei geht es aber nicht um Herkunft und nationale Grenzen, sondern um die Sprache als verbindende Brücke: „Allein in Syrien gibt es viele unterschiedliche Ethnien und Religionen. Umgekehrt wird Farsi zum Beispiel auch in Afghanistan gesprochen.“ Mit seinem erweiterten Angebot möchte OPORA PLUS alle Frauen abholen, die eine der angebotenen Sprachen sprechen.
Denn wer Frauen unterstützt, der unterstützt ganze Familien – und leistet nebenbei einen essenziellen Beitrag zur Integration in die Gesellschaft. Seit mehreren Monaten in Vorbereitung, läuft das Projekt im November offiziell an. Sofie Damian und ihr Team sind gespannt, wie das Angebot angenommen wird. Der Bedarf, da sind sich alle einig, ist definitiv da.
Für OPORA PLUS werden noch Alltagsbegleiterinnen auf freier Basis gesucht. Wer Ukrainisch, Arabisch oder Farsi spricht und für das Projekt anderen Frauen helfen möchte, kann sich direkt beim Projekt melden: Telefon 030/84711636, E-Mail: projekt-opora@notmuetterdienst.de



